Spielwarenmesse_2025_als Aufmacher für Seite16 (zur Auswahl)

Fränkische Aussteller der ersten Stunde in Party-Laune

Der Auftakt zur 75. Spielwarenmesse ist erfolgt: Das eigene Online-Magazin „Spirit of Play“ erzählt die Erfolgsgeschichte, die als „Deutsche Spielwaren-Fachmesse“ 1950 startete, auf lebendige Weise. Täglich liefern hier und auf den Social Media-Kanälen des Unternehmens Geschichten, Fakten und Hintergrundberichte neue Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Veranstaltung. Gleichzeitig sind Aussteller sowie Fachbesucherinnen und -besucher eingeladen, ganz persönliche Storys zu teilen – ausgenommen die Jahre 2021 und 2022, in denen die Messe pandemiebedingt nicht vor Ort stattfinden konnte.

Mitten im Geschehen

Auf der Spielwarenmesse selbst sorgen verschiedene Jubiläumsangebote für unvergessliche Momente. Neben der Ausstellung vor dem zentral gelegenen Eingang Mitte feiern innerhalb des Messegeländes zahlreiche Aussteller mit eigenen Aktionen – von interaktiven Spielstationen über musikalische Darbietungen bis hin zu kreativen Foto-Spots wird dem Fachpublikum vieles geboten. Die 15 Aussteller, die von Anfang an dabei sind, werden zudem auf einer exklusiven Abendveranstaltung entsprechend gewürdigt, die in der PSD Bank Nürnberg Arena stattfindet.

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Anekdoten der Erstaussteller

Einer davon ist Glocken Huck aus Nürnberg. Als Zulieferer der Spielwarenbranche fertigt das Unternehmen bis heute Glöckchen, Schellen und Tischglocken, die Generationen von Spielzeug geprägt haben. Die Produkte finden sich an Teddybären, Puppen und Spielzeugen – in Kinderzimmern ebenso wie in Museen – und sind ein klingendes Stück deutscher Handwerksgeschichte. Zeitzeugen aus den Anfangsjahren gibt es heute nicht mehr, doch überlieferte Erinnerungen zeichnen ein lebendiges Bild dieser Phase. Zur ersten Messe wohnten Steiff-Mitarbeiter zuhause bei den Hucks, da es in Nürnberg noch kaum Hotels gab. Für Firmenchef Jürgen Huck ist die Veranstaltung bis heute wie ein Familientreffen: „Keine andere Messe ist, so herzlich, so verbindend und so schön wie die Spielwarenmesse.“

Zu den fränkischen Unternehmen der ersten Stunde zählt auch Teddy-Hermann aus Hirschaid. Bereits in den Anfangsjahren der Messe, die damals noch ohne eigenes Gelände im Wieseler Haus stattfand, überzeugte der Plüschspezialist mit modernen, eleganten Ständen. Das Unternehmen wuchs rasch, das Sortiment wurde erweitert. Gastlichkeit spielte schon damals eine zentrale Rolle: Nach Messeschluss traf man sich mit Einkäuferinnen und Geschäftsfreunden zu geselligen Abenden, die in der Familie bis heute legendär sind. Für Dorothee Weinhold, heutige Geschäftsführerin in vierter Generation, ist die Spielwarenmesse seit Kindertagen ein magischer Ort. Ihre frühe Faszination blieb, auch wenn ein heimlicher Versuch, sie als Kind „mitzuschmuggeln“, scheiterte. Heute erlebt Weinhold die Messe mit ihrem Cousin Bernd Mischner als Treffpunkt der Branche, Ort der Inspiration und des Austauschs.

Gernot Schneider, Firmengründer von Rolly Toys aus Neustadt bei Coburg, war bereits bei der ersten Spielwarenmesse dabei. Für ihn, wie für viele andere, war sie schon damals ein Ort der Begegnung und des Austauschs innerhalb einer eng verbundenen Branche. Dieser besondere Geist prägt die Spielwarenmesse bis heute. Laut Frank R. Schneider, der das Familienunternehmen für Kinderfahrzeuge und Outdoor-Spielzeug in dritter Generation führt, „kommt die Branche nirgendwo sonst so vollständig zusammen, und das gleich zu Jahresbeginn“.  Eine persönliche Messeanekdote verbindet er mit dem Jahr 1984, als er mit 14 Jahren erstmals – heimlich und auf Drängen – von seinem Vater auf die Messe mitgenommen wurde. Mit dem „Spielwarenmesse Virus“ wurde er damit endgültig infiziert.

Kulturhistorische Bedeutung

Dass sich zahlreiche fränkische Spielwarenunternehmen unter den Ausstellern der Spielwarenmesse finden, ist kein Zufall: Nürnberg und seine Region gelten seit Jahrhunderten als Spielzeugzentrum. Viele namhafte Unternehmen sind hier ansässig, die zu den wichtigsten Akteuren der Branche zählen – darunter beispielsweise Bruder Spielwaren (Burgfarrnbach), die Simba Dickie Group (Fürth), Playmobil (Zirndorf) sowie die Heinrich Bauer Group (Nürnberg). Ergänzt wird diese wirtschaftliche Bedeutung durch zentrale Brancheneinrichtungen mit Sitz in Nürnberg, wie dem Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) und die VEDES, ein Kooperationsverbund des Spielwareneinzelhandels, der zu den vier Gründungsmitgliedern der Spielwarenmesse eG gehört. Darüber hinaus besitzt die Spielwarenbranche in Franken eine große kulturwissenschaftliche Relevanz: Institutionen wie das Spielzeugmuseum, das Haus des Spiels mit dem bedeutenden Spielearchiv sowie die historische Tradition der Stadt als einstige Hochburg der Puppenhersteller, der sogenannten Dockenmacher, unterstreichen die enge Verbindung Nürnbergs mit Spiel und Spielzeug bis in die Gegenwart.

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Blick nach vorn

Die langjährigen Weggefährten sind natürlich in die Feierlichkeiten der 75. Spielwarenmesse involviert. Die verschiedenen Angebote des Jubilars unterstreichen die Tradition, geben aber auch einen Ausblick in die Zukunft. Durch das geballte Know-how, den Ausbau des globalen Netzwerks sowie die fortschreitende Digitalisierung entwickeln sich die Messemacher um die Vorstände Florian Hess, Jens Pflüger und Christian Ulrich immer stärker zu Impulsgebern und Wegbereitern von Branchenthemen und Trends. Mit neuen Konzepten und interaktiven Formaten wird die 75. Ausgabe der Spielwarenmesse gefeiert – und bleibt damit auch in den kommenden Jahren ein zentraler Treffpunkt für die globale Spielwarenbranche.

Sie sind von Anfang an dabei

  • EDWIN MIEG

  • Franz Schneider

  • Gebr. Märklin

  • HABA

  • Heless

  • J.A. Huck

  • J.G. Schrödel

  • Loquai Holzkunst

  • Peter Bausch

  • Rathgeber

  • Ravensburger

  • Sieper

  • Sigikid

  • Teddy-Hermann